20.01.2012
FDP: Umbau Schwanheimer Uferstraße derzeit unnötig!
„Die wahre menschliche Gesinnung zeigt sich oft an vermeintlichen Kleinigkeiten. So dokumentiert sich die Uneinsichtigkeit des Magistrats, einen konsequenten Sparkurs einschlagen zu müssen, in seiner Absicht, ausgerechnet jetzt für bescheidene 1,6 Millionen Euro die Entsiegelung eines Teilbereiches einer als eher etwas entlegen zu bezeichnenden Straße auf den Weg bringen zu wollen. In Zeiten dramatischer knapper Kassen sollte man solche Maßnahmen zeitlich verschieben und die Mittel für dringlichere Dinge einsetzen. Etwa zur Sanierung von maroden Schultoiletten“, kommentiert Annette Rinn, Vorsitzende der FDP-Römerfraktion, die aktuelle Planungsvorlage zum Umbau der Schwanheimer Uferstraße am Übergang zum Höchster Weg.
Rinn: „Auch wenn das Vorhaben grundsätzlich sinnvoll ist und auf einem entsprechenden Beschluss der Stadtverordnetenversammlung aus dem Jahr 2008 beruht, so stellt sich doch die Frage nach einem sinnvollen Zeitpunkt zur Umsetzung. Ich glaube nicht, dass eine Entsiegelung in den nächsten Jahren so überaus dringend notwendig ist, nachdem das besagte Straßenstück bereits über Jahrzehnte vor sich hin dämmerte, ohne dass davon die Aufenthalts- und Erholungsqualität des Schwanheimer Mainufers empfindlich gelitten und zum Aufstand der dortigen Bürgerschaft geführt hätte. Ich erwarte eigentlich von einem verantwortungsbewusst handelnden Magistrat, dass er bei zu erwartenden hohen Haushaltsdefiziten von sich aus auf die Stadtverordneten zugeht und um zeitlichen Aufschub des einen oder anderen Vorhabens bittet. Auch wenn dabei manche unpopuläre Entscheidung getroffen würde, bin ich sicher, dass die Öffentlichkeit Verständnis zeigen würde.“




